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Die Sozialisierung von Deutschen Doggen beginnt beim Züchter. Hier kann der Grundstein für eine enge Bindung an den Menschen gelegt werden. Die Voraussetzung ist eine Aufzucht der Welpen, auf der Basis einer engen Anbindung an die Familie. Bereits in diesem frühen Lebensalter wird damit ein Beitrag für die wie im Standard geforderten Begleithundeigenschaften gelegt. Eine monatelange Zwingerhaltung bis zur Abgabe einer jungen Dogge ist für die Entwicklung standardgerechter Wesenseigenschaften denkbar ungeeignet.
Die immer wieder betonten positiven Eigenschaften unserer Dogge können sich nur entfalten, wenn man ihr die Gelegenheit gibt eigene Erfahrungen zu sammeln. Das heißt konkret der Junghund entwickelt sich dann besonders positiv, wenn er regelmäßig auch ohne Leine geführt wird. Nur so kann sich ein Spiel zwischen Hunden verschiedener Rassen entwickeln. Erst durch den direkten Kontakt junger Hunde untereinander entwickelt sich die Eigenschaft des sicheren und freundlichen Umgangs miteinander. Es versteht sich von selbst das hier eine gemischte Welpenspielgruppe, oder noch besser ein anerkanntes Hundeauslaufgebiet unabdingbar sind.
Beachten sollte man dabei immer, daß große, schnell wachsende Hunde auf Grund noch weicher Gelenke generell nicht zu stark belastet werden sollten. Da vitale, temperamentvolle Doggen sich auch vor Übermut und Lebensfreude schnell einmal selbst überlasten, ist es besser mit dem Hundeauslaufgebiet erst ab dem 7. Lebensmonat zu beginnen. Wenn der Auslauf nur auf etwa 30 Min. begrenzt wird, kann man auch schon vorher ins Hundeauslaufgebiet gehen.
Mit der Ausbildung kann man sofort nach der Übernahme des Welpen beginnen. Am Anfang steht das Laufen bei Fuß an der langen Leine. Hierbei hat es sich bewährt in Abständen ohne Kommando die Richtung und das Lauftempo zu wechseln. Dadurch wird die junge Dogge veranlaßt sich am Herrchen zu orientieren und ihn als "Leittier" zu betrachten.
Hundeschulen sind sehr wichtig, wenn man dort die Möglichkeit hat an einer gemischten Welpenspielgruppe teilzunehmen. Ihre junge Dogge lernt hier den Umgang mit anderen Hundetemperamenten, vom Dackel bis zum Terrier, ohne den negativen Einfluß von Problemhunden. Da die Dogge gerade im ersten halben Jahr den größten Wachstumsschub durchmacht, sollte sie nicht genauso belastet werden wie kleine Hunderassen. An sportlich orientierten Hundeschulen nimmt man besser auch erst ab dem 7. Lebensmonat teil. Ein körperliches Training sollte sowieso erst nach der Beendigung des 1. Lebensjahres erfolgen.
Generell kann man sagen:
Je früher mit der Sozialisierung und Erziehung angefangen wird, desto sicherer und wesensstärker wird sich die erwachsene Dogge einmal als Begleithund bewegen. Einzig und allein das Üben unter Kommando auf dem Abrichteplatz reicht meiner Meinung nach nicht aus um einen Begleithund sein eigen nennen zu können der ohne Sorgen auch im Urlaub ein angenehmer Kamerad ist. Unsere Doggen sind weder dumm noch ausschließlich triebgesteuert. Sie sind in der Lage aus eigener Erfahrung zu lernen und ordnen sich hervorragend in die Familie ein. Ihre Rangordnung sollte aber grundsätzlich vom Halter bestimmt werden.
Deutsche Doggen können mit fast jeder Tierart sozialisiert werden.
Deutsche Doggen "vom Gehrensee"
Auf dem Berliner Kurfürstendamm als Begleithunde voll integriert und akzeptiert

Sozialisierung heißt in ihrer Konsequenz der Dogge die Möglichkeit zu geben, an allen Annehmlichkeiten des Lebens teilnehmen zu können.
© by Dipl.Päd. G.Dießel
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