Die Ausbildung einer Deutschen Dogge zum Begleithund.
Zucht - Sozialisierung - Ausbildung
Foto: Bianca vom Gehrensee auf einer Urlaubsreise in Pescara (Abruzzen - Italien)Zucht
Durch gekonnte Zuchtauswahl werden das Wesen, die Selbstsicherheit und damit auch die Begleithundeeigenschaften
positiv beeinflusst.
Nun hat der Welpenkäufer direkt keinen Einfluss auf die Zucht.
Aber:
Niemand muss in einem Zwinger einen Welpen kaufen, wo sich die Doggen von Fremden nicht anfassen lassen.
Allein ein Knurren o. Drohen beim Herantreten zeugt von Unsicherheit.
Genau das kann man aber später in der Öffentlichkeit am wenigsten gebrauchen.
Eine Deutsche Dogge sollte nicht ohne gegebenen Anlass in Gegenwart ihres Herrchens eine übertriebene Wachsamkeit zeigen.
Sozialisierung
Die Sozialisierung sollte bereits beim Züchter beginnen.
Der Züchter kann seine Welpen auf den Menschen prägen, wenn …. er sich Zeit nimmt.
Die eigentliche Sozialisierungsphase im Hundeleben liegt zwischen der 8. u. 12. Lebenswoche.
Genau das ist aber der Zeitpunkt in dem die Welpen abgegeben werden.
Die erste Immunisierung ist noch nicht vollständig wirksam. Damit ist der Welpe für die Öffentlichkeit noch nicht sozialisierungsfähig.
Das beginnt erst nach der 2. Impfung.
Jetzt heißt es möglichst vieles kennen lernen, ohne große Fußmärsche zurücklegen zu müssen.
Die sind für einen schnellwachsenden Doggenwelpen mehr als schädlich.
Die Sozialisierung erfolgt auf:
- das öffentliche Leben im Allgemeinen
- auf große Menschenansammlungen
- auf Hunde aller Rassen und aller Altersgruppen
Die Sozialisierung auf fremde Hunde aller Rassen sollte besonders ernst genommen werden, da es sich in der Vergangenheit gezeigt hat,
dass hier ein Schwerpunkt liegen sollte. Unsere Deutsche Dogge muss das Ausdrucksverhalten anderer Rassen kennenlernen um es richtig deuten zu können.
Nicht jeder Hund ist eine Dogge die auf Grund langer Lefzen keine Zähne zeigen kann.
Des Weiteren hat sich gezeigt, dass erst bei Beherrschung des Sozialverhaltens wie z.B. den Naso-Nasal-Kontakt,
der Ano-Genital-Kontrolle und dem Imponierverhalten von souveränen Deutschen Doggen gesprochen werden kann.
Bei der Entwicklung des Sozialverhaltens ist ganz besonders darauf zu achten, dass Hunde auch im Welpenalter bereits auf einem
festgelegten Territorium (das kann auch ein Hundeplatz sein) sehr schnell eine Rangordnung aufbauen.
Hier wird ein Raufen schnell einmal mit dem Spielen verwechselt.
Sich durch Raufen zu behaupten, kann kein Sozialisierungsziel für eine Deutsche Dogge sein.
Die Entwicklung eines gesunden Imponierverhaltens ist völlig ausreichend um später einmal ernsthafte Probleme zu lösen.
Das Spazierengehen im hoch frequentierten Hundeauslaufgebiet
ist nach meiner Erfahrung die beste Sozialisierungsvariante für die Entwicklung eines natürlichen Sozialverhaltens von Hunden untereinander.
Leider sind die Bedingungen dafür nicht überall vorhanden.
Als Randberliner sind wir mit dem Berliner Hundeauslaufgebiet am Grunewaldsee privilegiert.
Auf eine Sozialisierung zu verzichten, weil die Dogge noch nicht perfekt ausgebildet ist, bringt definitiv keinen Nutzen.
Man sollte daran denken, dass eine nichtsozialisierte Deutsche Dogge im absoluten Ernstfall kaum an der Leine zu halten ist.
Eine Deutsche Dogge kann ohne Probleme den Karabinerhaken an der Leine durch einen kräftigen Ruck zerbrechen.
Ausbildung
Mit der eigentlichen Ausbildung in Form einer Abrichtung auf dem Hundeplatz kann mit dem 8. Lebensmonat begonnen werden.
Wenn man bedenkt, dass die Erstprüfung für Deutsche Doggen mit 12 Monaten erfolgt, hat man immerhin 4 Monate Zeit zum Üben.
Vorteilhaft ist auch, das mit dem 8. Monat der Hauptwachstumsschub unserer Dogge beendet ist. Von diesem Zeitpunkt an wächst sie langsamer.
Der früheste Termin für die Begleithundeprüfung liegt bei 15 Monaten.
Dieser relativ späte Zeitpunkt ist in der Tatsache begründet, dass unsere Hunde von ihrer Entwicklung her für eine gezielte
Ausbildung erst im etwas reiferen Jugendalter bereit sind.
Geprägt und geformt werden sie aber bereits vorher.
Man sollte allerdings wissen, dass einfache Verhaltensweisen wie das "Folgen" einer Bezugsperson
o. das "Kommen" (wenn in gebückter Haltung gelockt wird) angeboren sind.
Unsere Doggen lernen schnell, wenn sie motiviert sind.
Links: Sozialisierung der Zuchtdoggen vom Gehrensee /
Doggenerziehung
© by G.Dießel
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