Die Harlekindogge auf der Basis von Merle.
Video © by G. Dieẞel 2025
Mit Lena vom Gehrensee (8 Jahre) durch den Pückler Park Branitz.
Die Harlekindogge ist ein gefleckter Farbschlag der Deutschen Dogge mit weißer Grundfarbe.
Auf Grund der Qualzuchtbestimmungen und des komplizierten, genetischen Erbganges mehrerer Gene (Polygenie) ist diese Farbvariante der Deutschen Dogge
nicht leicht zu züchten. Ein Qualitätsmerkmal unserer Zucht sind immer die eigenen Doggen. Den Namen einer Zucht mit angekauften Harlekindoggen
für Zucht und Ausstellung zu profilieren ist keine züchterisches, sondern ein Marketingprinzip. Was man über den Fleckungsfaktor "Merle" wissen sollte.
1. Merle ist ein genetisches Element, das die schwarze Grundfarbe der Deutschen Dogge aufreißt und gleichzeitig das Schwarz aufhellt. Harlekindogge in Gefahr! Wo ist die Lobby für die Harlekindogge? Seit nunmehr 17 Jahren wurde in Deutschland erfolgreich Qualzucht bei der Deutschen Dogge über den Merle-Faktor verhindert.
Ohne eine Veränderung der Zuchtmethode war dieser Erfolg nicht möglich.
Die Deutschen Doggen vom Gehrensee waren 30 Jahre lang eine Spezialzucht für weiß-schwarz gefleckte Deutsche Doggen.
In 30 Jahren hatte ich nicht einen einzigen blinden oder tauben Doggenwelpen auf Grund des Fleckungsfaktors "Merle". Darüber hinaus wurde durch die angewendete Methode der "Heterosiszucht"
bei den Zuchtdoggen durchschnittlich ein zweistelliges Lebensalter erreicht. Herzprobleme habe ich bei meinen Zuchthündinnen niemals kennengelernt.
Knochenkrebs war nur einmal am Anfang bei der Stammmutter meiner Kreuzungszucht ein Thema.
2. Durch die Einwirkung von Merle entstehen Grautiger.
3. Über Genkopplung kann sich das Weißgen H mit Merle verbinden. Das Ergebnis ist die weiß-schwarz-gefleckte Deutsche Dogge.
4. Merle (oder Merle-Insertion) ist nicht stabil. Durch ganz unterschiedliche Verpaarungen kann sich die Merle-Insertion verkürzen oder verlängern.
5. Eine kurze Merle-Insertion ergibt kryptisches Merle, das kaum in Erscheinung tritt.
6. Die längste Merle-Insertion wird Doppelmerle genannt. Doppelmerle entsteht, wenn 2 gefleckte Doggen miteinander verpaart werden.
Man erkennt Doppelmerle an fast 100% weißen Doggen mit sehr hellen Augen und einem fast weißen Kopf.
7. Doppelmerle ist ein Defektgen was zu blinden oder tauben Doggen führen kann. (Qualzucht)
8. Qualzucht kann verhindert werden, indem man eine gefleckte Dogge ausschließlich mit einer schwarzen Dogge (o. schw. Mantel) verpaart.
9. In 30 Jahren Doggenzucht hatte ich als Geflecktzüchter der Doggenzucht vom Gehrensee nicht einen einzigen blinden oder tauben Doggenwelpen.
Da Züchter in diesem Land grundsätzlich für unglaubwürdig gehalten werden, wurde über
ein neues Verbot dieser Farbschlag erneut in Frage gestellt.
Mehr als 50% Weiß bei einer Harlekindogge wurde als Qualzuchtmerkmal eingestuft. Das bedeutet Ausstellungsverbot und Zuchtverbot! Was sind die Folgen?
Da der Merle-Faktor kein stabiles Gen ist,
geht zuerst die Genkopplung zum H-Gen (Weiß-Gen) verloren. Die vielen Grautiger bekommen dann immer größere schwarze Platten, weil sich die Merle-Insertion verkürzt.
Am Ende greifen die Welpeninteressenten zu schwarzen Welpen, weil diese edler aussehen.
Diese neue Regel ist ein Zuchtverbot für die Harlekindogge durch die Hintertür und macht die weiß-schwarz gefleckte Dogge zum
Auslaufmodell.
